Das Sanktuarium in Bardo







DAS SANKTUARIUM IN BARDO (WARTHA)


    Bardo ¦l±skie das ist eine slte polnische Stadt, die im Jahre 1006 vom polnischen König Boleslaw Chrobry gegründet worden ist.
    Auf altpolnisch bedeutet das Wort "Bardo" soviel wie Höhe, Wacht, Posten und den polnischen Herrschern war auch wirklich daran gelegen hier an der tschechisch - polnischen Grenze eine Wache zu errichten. Hier verlief auch zwischen dem Warta ß und Eulengebirge ein alter, wichtiger Handelsweg: Von Prag nach Bardo und weiter nach Wroclaw, Gniezno bis hin zur Ostsee , zur Bernstein - Küste. Durch Bardo zogen also auch viele berühmte Gestalten der Geschichte: Der hl. Otto, Bischof von Bamberg, Dabrowka die Frau des polnischen Prinzen Mieszko I, die ersten Missionare, der hl. Wojciech (Adalbertus) dessen Vater Zupan im naheliegenden Kłodzko war, Fryderyk Chopin auf seiner Reise zum Kurort Dusyniki u.v.a.
    Seit Jahrhundderten gehört Bardo zur Diözese Wroclaw. Die Pfarrgemeinde und das Sanktuarium wurden allerdings von jeher durch Mönche verschiedener Orden betreut und verwaltet - Johanniter, Augustiner, Zisterzienser (diese errichteten das gegenwärtig bestehende Kloster und die Kirche) und seit 1900 Redemptoristen.
    Ursprünglich gab es in Bardo nur eine kleine hölzerne Kapelle. Dann wurde eine kleine gemauerte - die sog. ,,polnisch- tschechische" Kirche errichtet. Etwas später kam eine zweite, nicht viel grössere - die sog. ,,deutsche" Kirche hinzu. In den Jahren 1686 - 1704 wurde anstelle der beiden kleinen eine grosse Barock-Kirche aus Stein gebaut.
    In dieser, bis heute erhaltenen Kirche, befinden sich zehn Altäre mit herrlichen Bildern. Das Bild ,,Die Heimsuchung Mariens", welches sich im Hauptaltar befindet, wurde von dem bekannten niederschlesischen Maler Michal Wilman gemalt. Sehenswert in dieser Kirche sind ausserdem die schöne Barock-Kanzel aus dem Jahre 1696 und die alte, aus dem Jahre 1759 stammende, fünfzigstimmige Orgel.
    Der Kostbarste Gegenstand in Bardo ist jedoch die hölzerne Figur der Mutter Gottes im Hauptaltar. Się stammt aus dem XII. Jahrhundert und ist das älteste romanische Schnitzwerk in Niederschlesien. Die 43 cm hohe Figur ist aus Lindenholz gefertigt.
    Sie stellt die Mitter Gottes als Königin dar, die in ihrem Arm das Jesuskind hält und in einer Hand die Erdkungel. Auf dem Arm Marias ruhend, hält das Jesus-Kind in der einen Hand ein Buch, mit der anderen beschreibt es eine segnende Geste.
    Diese Darstellung der Maria war im Mittelalter zur Zeit der Romantik äusserst beliebt. Ihren Ursprung hat się in der antiken ,,Madonna-der-Drei-Könige" - Darstellung, welche sich in den unterirdischen Grabanlangen (Katakomben) befanden oder aber in der griechischßbyzantinischen Nikopozia d.h. Maria als thronende, siegbringende Mutter Gottes.
    Die heilige Figur aus Bardo war schon im XIII. Jh. Durch ihre wunderwirkende Kraft bekannt. So soll z.B. ein tschechischer Edelmann durch diese völlig geheilt worden sein. Im Jahre 1655 gab ein Historiker namens Balbinus ein Buch heraus, in dem 1321 Wunder beschrieben sind, die durch die wunderbare Kraft der Maria aus Bardo bewirkt worden sind.
    Im XVII. Jh. wurde Bardo jährlich von ca. 150-tausend Pilgern besucht; vor dem 2. Weltkrieg waren es ca. 200 tausend. Auch nach dem Weltkrieg ist Bardo ein vielbesuchter Pilgerort geblieben. Jährlich kommen etwa 200 Pilgergruppen aus ganz Polen (hauptsächlich aus der Gegend von Opole, Katowice, Wroclaw und Poznan)
Aber auch zahlreiche Besucher aus dem Ausland.
    Zur Eintausend-Jahr-Feier Polens, die im Jahre 1966 stattfand wurde ,,Wunderbare Figur aus Bardo" feierlich gekrönt.
    Interessant für Touristen und Pilger ist nicht nur die Kirche, sondern auch der Berg in Bardo. Nach Einer alten Überlieferung ist dort im Jahre 1400 die weinende Mutter Gottes erschienen und hat ihre Fuss-Spuren im Fels zurückgelassen. An dieser Stelle hat man 1619 eine Kapelle errichtet, wo dann später jeden Sonntag um 11, Uhr die heilige Messe gehalten wurde. Entlang des Weges zur Kapelle befinden sich vierzehn Kreuzwegstationen.
    In Bardo befindet sich auch der sog. RosenkranzßHügel, auf dem es fünfzehn Kapellen gibt jede in einem anderen Baustil und mit lebensgrossen Figuren ausgestattet ist. Diese grossen, schönen Kapellen sind von den Redemptoristen nach 1900 errichtet worden.
    Auf dem Kirhof befindet sich ein Granitdenkmal welches, Papst Johannes Paul II darstellt. Es wurde dort 1981 aufgestellt; sein Schöpfer ist prof. Roman aus Warschau.
    Von grossem kunsthistorischen Wert ist auch das im Jahre 1711 erbaute Kloster. In ihm sind zu besichtigen : Ein Votivsaal, ein Museum für sakrale Kunst und eine bewegliche Krippe, die sich in der Krypta unter der Kirche befindet.
    Die Redemptoristen, die seit Jahre 1900 das Kloster und Kirche in Bardo betreuen, wunden im Jahre 1732 in Italien gegründet. Nach Polen führte się der hl. Klemens. Seit 100 Jahren leiten się in ganz Polen sowie auch in Ausland, ihre Missionsarbeit.






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